Open-Air-Cinema & Diskussion: Disobedience - Ziviler Ungehorsam

Am Samstag zeigten wir die Dokumentation "Disobedience" (ziviler Ungehorsam) der Organsation 350. Die Doku wirft einen Blick auf Klima(gerechtigkeits)bewegungen auf der ganzen Welt. Wir lernen über Menschen, die die Macht der Kohle-, Öl- und Gasindustrie und deren Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen nicht länger hinnehmen wollen und sich aktiv dagegen einsetzen.

Vielen Dank an die Speakerin, die vor dem Film einen Input zum Thema Aktivismus gab und uns über ihre Kampagne 2019 unter dem hashtag "decolonize_bundestag" einen spontanten Protest gegen einen rechten und kolonialismusverherrlichenden Vortrag im Bundestag erzählte. Sie teilte mit uns Ihre empowernde Gedanken zu: Warum es nicht nur wichtig, sondern auch total schön sein kann, sich für etwas zu engagieren.

On Saturday we showed the documentary "Disobedience" by Organsation 350. The documentary takes a look at climate (justice) movements around the world. We learn about people who are no longer willing to accept the power of the coal, oil and gas industries and their pollution and human rights abuses and are actively campaigning against them.

Thank you to the speaker who gave input on activism before the film and shared with us about her 2019 campaign under the hashtag "decolonize_bundestag" a spontaneous protest against a right-wing lecture glorifying colonialism in the Bundestag. She shared with us her empowering thoughts on: Why it can be not only important, but also totally beautiful to stand up for something.


Open Air Diskussion: (Post)colonial Food production & Klimawandel- Die Forderung nach globaler Gerechtigkeit

Die gewaltvolle koloniale Geschichte ist als Kontinuitäten zu begreifen und taucht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens auf: Straßennamen, Kinderbücher, Raubkunst in Museen und viele weitere Bereiche. Aber wie sieht es eigentlich bei Lebensmitteln aus? Der tägliche Konsum von vielen unterschiedlichen Nahrungs- und Genussmitteln sowie ihre Produktion basieren auf Strukturen des Kolonialismus: Ungerechtigkeiten und Ausbeutung. Gibt es Ansätze diese Strukturen in eine gerechte Richtung zu verändern? Welche Zusammenhänge
Der Vortrag wirft einen Blick auf die Geschichte des Kakaoanbaus in Westafrika von der Kolonialzeit bis heute: Welche Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Klima hatte der Kolonialismus in Kakaoanbauländer wie Ghana oder die Côte d'Ivoire, und inwiefern sind seine Folgen dort noch heute spürbar? Was müsste geschehen, um die globale Ungerechtigkeit in der Schokoladenindustrie zu überwinden? Und welche Rolle könnte das deutsche Lieferkettengesetz haben, um einen Paradigmenwechsel hin zu mehr globaler Gerechtigkeit zu schaffen?

Infos und Material:

https://www.youtube.com/watch?v=PpoMNpj3BUQ
http://de.makechocolatefair.org/
https://www.inkota.de

Vielen Dank an die Referent*Innen!

Keshia Acheampong arbeitet beim Berliner INKOTA-netzwerk zur Kampagne „Make Chocolate Fair!". Mit der Kampagne setzt sich INKOTA sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien, eine nachhaltige Landwirtschaft und die Beendigung ausbeuterischer Kinderarbeit im Kakaosektor ein. Mit Vorträgen und Infomaterialien klären wir Verbraucherinnen über die Missstände im Kakaoanbau auf und informieren über Handlungsalternativen.

Steffen Vogel, Referent für zukunftsfähiges Wirtschaften in globalen Lieferketten beim Verein Germanwatch und Fachpromotor im Rahmen des Berliner Promotor*innenprogramms.
Als Teil der Initiative Lieferkettengesetz setzt sich Germanwatch dafür ein, dass Unternehmen in ihrem Wirtschaften menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten erfüllen müssen und wirksame Maßnahmen etwa gegen Kinderarbeit und Ausbeutung in der Lebensmittelproduktion ergreifen.


Kleidertauschparty

Eure Tauschfreude war wieder einmal wunderschön! Die nächste Kleidertauschparty findet im September statt! Wir sehen uns dort!

Your joy of exchange was once again beautiful! The next clothes-swapping-party will take place in September! See you there!


E-Mobilität und die Ausbeutung des Globalen Südens “Die Geschichte hinter der Grünen Technologie

Die Videos der Veranstaltung findet ihr ab 26.04.2021 auf Deutsch und Spanisch in der Mediathek

Während deutsche Autokonzerne Milliarden Euro für individuelle Elektrofahrzeuge investieren und grünes Wirtschaftswachstum vorantreiben, blenden die Unternehmen den Extraktivismus aus, Arbeitsausbeutung, Privatisierung und Umwelt-Deregulierung im Globalen Süden. Das Mineral Lithium, das im Norden Chiles in großen Mengen vorkommt, ist ein wichtiger Rohstoff für die Produktion von hocheffizienten Batterien, die für individuelle Elektrofahrzeuge benötigt werden. Die wachsende Nachfrage nach Lithium ist aufgrund der sozialen und ökologischen Gefahren, die mit dem Abbau des Rohstoffs verbunden sind, zu einem Problem geworden, aber auch zu einer Lösung mit wirtschaftlichen Vorteilen. Diese widersprüchlichen Sichtweisen sind einer der Hauptwidersprüche, mit denen diese Gebiete konfrontiert sind.

Um das hegemoniale Narrativ einer "Just Transition" zu hinterfragen, hat Juan die Wahrnehmungen, Probleme und Erwartungen von Gemeinden, Gewerkschaften, Wissenschaftlern, Aktivisten und Stadtentwicklern aus Chile und Deutschland erforscht und beleuchtet. Heute stellt er radikale Lösungen und Alternativen zur individuellen Elektromobilität für ein Bildungsprogramm zusammen, um verschiedene Perspektiven zu eröffnen, die Vorstellungskraft zu fördern und ein Bewusstsein für die Bedeutung von Klimagerechtigkeit bei jungen Menschen zu entwickeln.

Llanquiray Painemal ist mapuche, lebt in Berlin und beschäftigt sich politisch mit verschiedenen Themen. Sie ist einer der Initiatorin der Kampagne Legalisierung Jetzt und beschäftigt sich insbesondere mit der Lage der indigene Bevölkerung in der Abya Yala (Lateinamerika).
Sie informiert über das Thema Wasserknappheit in der Mapuche Gemeinde, deren Ursachen und auch über deutsche Konzerne die in der Verseuchung des Wasser involviert sind.

**Pueden encontrar los vídeos del evento en alemán y español en la mediateca del 26.04.2021.

Mientras las empresas automovilísticas alemanas invierten miles de millones de euros en vehículos eléctricos individuales e impulsan el crecimiento económico ecológico, las empresas del extractivismo, la explotación laboral, la privatización y la desregulación medioambiental desestabilizan el Sur Global. El mineral de litio, que es inmenso en el territorio norteño de Chile, es una materia prima clave para la producción de baterías de alta eficiencia necesarias para los vehículos eléctricos individuales. La creciente demanda de litio se ha convertido en un problema por los peligros sociales y ecológicos asociados a la extracción de la materia prima, pero también en una solución con beneficios económicos. Estas percepciones contrapuestas son una de las principales contradicciones a las que se enfrentan estos territorios.

Para cuestionar la narrativa hegemónica de una "Transición Justa", Juan ha estado explorando y poniendo de relieve las percepciones, problemas y expectativas de comunidades, sindicatos, científicos, activistas y promotores urbanos de Chile y Alemania. Actualmente, está recopilando soluciones radicales y alternativas a la electromovilidad individual para un programa educativo, con el fin de abrir diferentes perspectivas, fomentar la imaginación y desarrollar la conciencia de la importancia de la Justicia Climática de los jóvenes

Llanquiray Painemal es mapuche, vive en Berlín y se implica políticamente en varios temas. Es una de las iniciadoras de la campaña Legalización Ya y se preocupa especialmente por la situación de la población indígena en el Abya Yala (América Latina).

Ella informa sobre el tema de la escasez de agua en las comunidades mapuches, su causa y también sobre las empresas alemanas que están involucradas en la contaminación del agua.


Holzwerkstätten

Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnten unsere Holzwerkstätten bisher nicht stattfinden. Gerne können wir euch aber Werkzeug leihen.Die Ausleihdauer beträgt immer eine Woche. Sobald es möglich ist, möchten wir euch gerne Einzeltermine anbieten, an denen ihr mit Unterstützung euer eigenes Werk aus Restholz bauen könnt.

Due to the Covid 19 pandemic, our wood-workshops have not yet taken place. However, we are happy to lend you tools for a period of one week. As soon as it is possible, we would like to offer you individual appointments, where you can build your own work from used wood with support.