04.09.21

Über Aktivismus - Teil 3

Formen des Aktivismus können sehr unterschiedlich aussehen: Besetzungen von Häusern und industriellen Abbaustätten, Performances, Ausstellungen, Demonstrationen, Bäume pflanzen, Filme und Videos drehen oder sich einfach als Person im öffentlichen Raum bewegen. Jede Person drückt ihren Aktivismus auf eine andere Art und Weise aus und kämpft gegen eine Vielzahl von miteinander verknüpften Unterdrückungsmechanismen.

Wir kommen mit verschiedenen Aktivist_Innen ins Gespräch. Dieses Mal ging es um die Emotionen der Klimakrise und den Performance-Aktivismus. Was ist mit dem emotionalen Körper, der hinter dem Handeln steht? Was passiert, wenn das Herz über dem Kopf steht und umgekehrt?
Es war ein berührender, forschender Abend mit Performances von Uli Pilwax (E_Motions of Climate Crisis) und Makisig Akin (Give me your heart, no the real one), die das Publikum eingeladen haben mit ihnen auf die Reise zu gehen.

Die Kurzfilme können hier geschaut werden: https://350.org/survivalfilm/

About activism - part 3

Forms of activism can look very different: Occupying houses and industrial mining sites, performances, exhibitions, demonstrating, planting trees, making films and videos or simply moving as a person in public space. Each person expresses activism in a different way and struggles against a wide variety of interrelated mechanisms of oppression.

We got into conversation with different activists. This time the focus was on the emotions of the climate crisis and performance-activism. What about the emotional body behind taking action? What happens when your heart is above head and vice versa?
It was a touching explorative evening with performances by Uli Pilwax (E_Motions of Climate Crisis) and Makisig Akin (Give me your heart, no the real one), who invited the audience to travel with them.

The short movies can be seen here: https://350.org/survivalfilm/

بخصوص العرض الجزء الثالث

يمكن أن تبدو أشكال الأنشطة الإجتماعية مختلفة تمامًا: احتلال المنازل ومواقع التعدين الصناعية (معامل البحث عن المعادن) ، والعروض ، والمعارض ، والمظاهرات ، وزراعة الأشجار ، وصنع الأفلام ومقاطع الفيديو أو مجرد التنقل كشخص في الأماكن العامة. يعبر كل شخص عن نشاطه بطريقة مختلفة ويحارب ضد مجموعة متنوعة من آليات الاضطهاد المترابطة.

ندخل في محادثة مع العديد من النشطاء. هذه المرة كان الأمر يتعلق بمشاعر أزمة المناخ والنشاط كان عن طريق العرض. ماذا عن الجسد العاطفي الذي يقف وراء الحدث؟ ماذا يحدث عندما يكون القلب فوق الرأس أو العكس؟
:لقد كانت أمسية مؤثرة مع
Uli Pilwax (E_Motions of Climate Crisis) und Makisig Akin (Give me your heart, no the real one)
لقد دعونا في أمسية للسفر معهم
يمكن مشاهدة الأفلام القصيرة هنا: https://350.org/survivalfilm/

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13.08.21

Open-Air-Cinema & Diskussion: Aktivismus Vol. 2

Intersektionale Widerstandskämpfe gegen die Unterdrückung von Black, Indigenous and People of Color und der Natur bestehen seit über 500 Jahre. Diese Kämpfe sind Geschichten die immer wieder erzählt werden müssen und die weiter an Generationen im Globalen Süden und Norden getragen werden sollten, damit die wichtigen Positionen und Errungenschaften nicht verloren gehen und junge Black, Indigenous und People of Color mit empowerende Widerstandskämperinnen aufwachsen. Die Dokumentation zeigt die Widerstandskämpferin Wangari Maathai:
Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin. Sie hat mit ihrer Green Belt Movement 30 Millionen Bäume in Kenia gepflanzt und gleichzeitig bestehende Wälder geschützt, die durch die Entwicklung gefährdet sind. Als wahre Naturgewalt vermittelt Maathai in diesem Dokumentarfilm ihren ansteckenden Eifer, mit dem sie sich für Umweltmaßnahmen und Regierungsreformen einsetzt. Die Dokumentation zeigt auch ein Gefühl für die Geschichte des heutigen Kenias: ein Land, das vom britischen Kolonialismus vereinnahmt wurde, durch die Unabhängigkeit neue Energie erhielt und in einer repressiven Ära politischer Korruption versank.

Formen des Aktivismus können sehr unterschiedlich aussehen: Besetzungen von Häusern und industriellen Abbaustätten, Performances, Ausstellungen, Demos, das Pflanzen von Bäumen, Filme oder als Person im öffentlichen Raum zusein. Jede Person drückt Aktivismus auf eine andere Art und Weise aus und kämpft gegen eine Vielzahl von zusammenhängenden Unterdrückungsmechanismen.
Wir wollen mit Aktivisten ins Gespräch kommen und über Aktivismus als Ausdruck für den Kampf um soziale Gerechtigkeit sprechen.

Referent*inen:

Tonny Nowshin, geboren 1987, ist eine in Berlin lebende Ökonomin, Klimagerechtigkeits- und Degrowth-Aktivistin aus Bangladesch. Sie arbeitet für die Umwelt-NGO 350.org. Tonny wird uns über viele verschiedene Perspektiven ihres Aktivismus berichten und was Aktivismus für sie bedeutet.

Samie Blasingame (she/her) ist eine Forscherin, Moderatorin und Künstlerin in Berlin. Sie ist im Umwelt- und Klimagerechtigkeitskollektiv Black Earth aktiv, arbeitet in Teilzeit als Aktivistin für Stay Grounded und produziert derzeit einen Podcast namens Food in my Kiez, der zu einem ökologisch widerstandsfähigeren und sozial nachhaltigeren Lebensmittelsystem inspirieren soll. Samie wird über ihren Weg und ihre Gedanken zum Aktivismus berichten und einige Ideen für das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Klimakrise vorstellen.

Open-Air-Cinema & Discussion: Aktivism Vol. 2

Intersectional resistance fights against the oppression of Black, Indigenous and People of Color and nature have existed for over 500 years. These are stories that need to be told again and again and should be carried on to generations in the Global South and North so that the important positions and achievements are not getting lost and young Black, Indigenous and People of Color grow up with empowering resistance fighters. The documentary (50min) shows the resistance fighter Wangari Maathai:
environmental activist, social justice advocate, and Nobel Peace Prize recipient—has planted 30 million trees in Kenya while protecting existing forests endangered by development. A veritable force of nature herself, Maathai communicates her infectious fervor as she advocates environmental action and government reform in this documentary. The program also captures a sense of modern Kenya’s history: a country co-opted by British colonialism, energized by independence, and mired in a repressive era of political corruption.

Forms of activism can look very different: Occupying houses and industrial mining sites, performance, exhibitions, demos, planting trees, movies, or simply moving as a person in public space. Each person expresses activism in a different way and struggles against a wide variety of interrelated mechanisms of oppression.
We want to get into conversation with activists and talk about activism as an expression for the struggle of social justice.

Speakers:

Tonny Nowshin, born in 1987, is a Berlin-based economist, climate justice and degrowth activist from Bangladesh. She works for the environmental NGO 350.org. Tonny will tell us about many different perspectives of her activism and what activism means to her.

Samie Blasingame (she/her) is a researcher, facilitator and creative based in Berlin. She is active in the environmental and climate justice collective Black Earth, works part-time as a campaigner for Stay Grounded, and is currently producing a podcast called Food in my Kiez which seeks to inspire a more ecologically resilient and socially sustainable food system. Samie will share about her path to and thoughts on activism, as well as some ideas on ways forward in the context of the climate crisis

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21.08.21

Mosaik Re-Use Teil 2

Ein Mosaik ist ein zusammengesetztes individuelles Bild, das aus vielen kleinen Stücken verschiedener Materialien entsteht. Mosaike lassen sich schon in verschiedenen historischen Epochen finden und sind künstlerische Werke. Um sie selbst herzustellen, müsst ihr keine neuen und teuren Materialien kaufen. Bestimmt ist euch schonmal ein Teller oder Tasse zerbrochen. Meistens laden die Stücke dann im Müll.
Diese zerbrochenen Stücke könnt ihr aber wieder verwenden und mit anderen Materialien in ein wunderschönes Mosaik verwandeln. Dabei können viele nützliche Gegenstände entstehen oder ein neues Leben bekommen. Zum Beispiel Untersetzer, Fliesen, Bilderrahmen und vieles mehr.

Mosaik Re-Use Part 2

A mosaic is a composite individual image created from many small pieces of different materials. Mosaics can be found in various historical periods and are artistic works. You don’t have to buy new and expensive materials to make them yourself. You have probably broken a plate or cup before. Most of the time, the pieces end up in the rubbish. But you can reuse these broken pieces and turn them into a beautiful mosaic with other materials. Many useful objects can be created or given a new life. For example, coasters, tiles, picture frames and much more.

08.07.21

Open-Air-Cinema & Diskussion: Disobedience – Ziviler Ungehorsam

Am Samstag zeigten wir die Dokumentation »Disobedience« (ziviler Ungehorsam) der Organsation 350. Die Doku wirft einen Blick auf Klima(gerechtigkeits)bewegungen auf der ganzen Welt. Wir lernen über Menschen, die die Macht der Kohle-, Öl- und Gasindustrie und deren Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen nicht länger hinnehmen wollen und sich aktiv dagegen einsetzen.

Vielen Dank an die Speakerin, die vor dem Film einen Input zum Thema Aktivismus gab und uns über ihre Kampagne 2019 unter dem hashtag »decolonize_bundestag« einen spontanten Protest gegen einen rechten und kolonialismusverherrlichenden Vortrag im Bundestag erzählte. Sie teilte mit uns Ihre empowernde Gedanken zu: Warum es nicht nur wichtig, sondern auch total schön sein kann, sich für etwas zu engagieren.

Open-Air-Cinema & Discussion: Disobedience - Ziviler Ungehorsam

On Saturday we showed the documentary »Disobedience« by Organsation 350. The documentary takes a look at climate (justice) movements around the world. We learn about people who are no longer willing to accept the power of the coal, oil and gas industries and their pollution and human rights abuses and are actively campaigning against them.

Thank you to the speaker who gave input on activism before the film and shared with us about her 2019 campaign under the hashtag »decolonize_bundestag« a spontaneous protest against a right-wing lecture glorifying colonialism in the Bundestag. She shared with us her empowering thoughts on: Why it can be not only important, but also totally beautiful to stand up for something.

سينيما العصيان المدني

عرضنا يوم السبت الفيلم الوثائقي »العصيان المدني« لمنظمة 350. الفيلم الوثائقي يلقي نظرة على حركات المناخ (العدالة) حول العالم. نتعرف على الأشخاص الذين لم يعودوا يريدون قبول قوة صناعة الفحم والنفط والغاز والتلوث البيئي وانتهاكات حقوق الإنسان والذين يعملون بنشاط ضدها.
شكرا جزيلا لضيفتنا, التي قدمت مدخلات عن الأنشطة الفردية و الجماعية قبل الفيلم و أخبرتنا عن حملتها لعام 2019 تحت هاشتاغ # حررو مجلس الشعب من الاستعمار. شاركت معنا أفكارها التشجيعية: لماذا النشاط الاجتماعي هو مهم و لماذا يجب علينا الانخراط به.

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05.06.21

Open Air Diskussion: (Post)colonial Food production & Klimawandel – Die Forderung nach globaler Gerechtigkeit

Die gewaltvolle koloniale Geschichte ist als Kontinuitäten zu begreifen und taucht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens auf: Straßennamen, Kinderbücher, Raubkunst in Museen und viele weitere Bereiche. Aber wie sieht es eigentlich bei Lebensmitteln aus? Der tägliche Konsum von vielen unterschiedlichen Nahrungs- und Genussmitteln sowie ihre Produktion basieren auf Strukturen des Kolonialismus: Ungerechtigkeiten und Ausbeutung. Gibt es Ansätze diese Strukturen in eine gerechte Richtung zu verändern?

Der Vortrag wirft einen Blick auf die Geschichte des Kakaoanbaus in Westafrika von der Kolonialzeit bis heute: Welche Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Klima hatte der Kolonialismus in Kakaoanbauländer wie Ghana oder die Côte d’Ivoire, und inwiefern sind seine Folgen dort noch heute spürbar? Was müsste geschehen, um die globale Ungerechtigkeit in der Schokoladenindustrie zu überwinden? Und welche Rolle könnte das deutsche Lieferkettengesetz haben, um einen Paradigmenwechsel hin zu mehr globaler Gerechtigkeit zu schaffen?

Infos und Material:

https://www.youtube.com/watch?v=PpoMNpj3BUQ
http://de.makechocolatefair.org/
https://www.inkota.de

Vielen Dank an die Referent*Innen!

Keshia Acheampong arbeitet beim Berliner INKOTA-netzwerk zur Kampagne „Make Chocolate Fair!«. Mit der Kampagne setzt sich INKOTA sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien, eine nachhaltige Landwirtschaft und die Beendigung ausbeuterischer Kinderarbeit im Kakaosektor ein. Mit Vorträgen und Infomaterialien klären wir Verbraucherinnen über die Missstände im Kakaoanbau auf und informieren über Handlungsalternativen.

Steffen Vogel, Referent für zukunftsfähiges Wirtschaften in globalen Lieferketten beim Verein Germanwatch und Fachpromotor im Rahmen des Berliner Promotor*innenprogramms.
Als Teil der Initiative Lieferkettengesetz setzt sich Germanwatch dafür ein, dass Unternehmen in ihrem Wirtschaften menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten erfüllen müssen und wirksame Maßnahmen etwa gegen Kinderarbeit und Ausbeutung in der Lebensmittelproduktion ergreifen.

سينيما

يجب فهم التاريخ الاستعماري العنيف على أنه مستمر ويظهر في جميع مجالات الحياة العامة: أسماء الشوارع وكتب الأطفال والفنون المسروقة في المتاحف والعديد من المجالات الأخرى. لكن ماذا عن الطعام؟ يعتمد الاستهلاك اليومي للعديد من الأطعمة والمشروبات المختلفة وكذلك إنتاجها على هياكل الاستعمار: الظلم والاستغلال. هل هناك أي نهج لتغيير هذه الهياكل في اتجاه عادل؟

تلقي المحاضرة نظرة على تاريخ زراعة الكاكاو في غرب إفريقيا من الحقبة الاستعمارية إلى اليوم: ما هي آثار الاستعمار على الناس والبيئة والمناخ في بلدان زراعة الكاكاو مثل غانا أو كوت ديفوار ، وإلى ما مدى عواقبه التي لا تزال ملحوظة حتى اليوم؟ ما الذي سيحدث للتغلب على الظلم العالمي في صناعة الشوكولاتة؟ وما هو الدور الذي يمكن أن يلعبه قانون سلسلة التوريد الألماني في إحداث نقلة نوعية نحو مزيد من العدالة العالمية؟

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